Zuerst landen die sogenannten Westzieher aus Spanien, später kommen dann die Störche, die in Afrika überwintert haben. In den vergangenen Tagen wurden nach Angaben des Nabu gleich 25 Tiere im Flug über Leipzig gesichtet, in der Muldenstadt Glauchau hat sich ebenfalls der erste Storch niedergelassen und seinen Horst bezogen. "Zuerst kommen immer die Männer und klappern eifrig, um ein Weibchen zu finden", sagte Ebert.

Der erste Weißstorch in Sachsen wurde bereits am 13. Februar in Löbnitz im Norden von Leipzig gesichtet. Die meisten Störche kehren aber erst Anfang April aus ihren Winterquartieren zurück. In Riesa ist der ehrenamtliche Storchenbeauftragte Olaf Gambke damit beschäftigt, Nester zu säubern. "Damit die Störche bei ihrer Ankunft auch gute Bedingungen vorfinden." Unter anderem in Skassa bei Großenhain und in Schirmenitz an der Grenze zu Brandenburg haben sich die ersten Störche der Region niedergelassen. Das Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) meldet das erste Storchenpaar in Bad Düben. "Da könnten in der nächsten Woche schon die ersten Eier im Nest liegen", sagte eine Behördensprecherin. In der Lausitz sei Adebar dagegen noch nicht gesichtet worden. Insgesamt haben im Vorjahr 628 flügge gewordene Jungstörche ihre Nester verlassen. "Dennoch reicht das nicht aus, um die Population in Sachsen langfristig zu erhalten." Dafür seien zwei Junge pro Storchenpaar notwendig.