Die RUNDSCHAU gibt einen Überblick über die wichtigsten Änderungen: Kontrollen: Die Transplantationszentren und die Entnahmekrankenhäuser wurden verpflichtet, der bestehenden Prüfungskommission unter dem Dach der Bundesärztekammer Unterlagen über Vermittlungsentscheidungen zu geben und Auskünfte zu erteilen. Die Kommission muss Erkenntnisse über Verstöße an die Behörden der Länder weiterleiten. Neben Vertretern der Ärzte, Krankenkassen und Kliniken sind auch Ländervertreter in der Kommission vertreten.

Transplantationsbeauftragte: Sie sind nun in allen Kliniken Pflicht, um mögliche Spender zu identifizieren und den Gesamtprozess der Organspende zu koordinieren.

Lebendspenden: Jeder Lebendspender bekam einen Anspruch, dass die Krankenkasse des Organempfängers die Behandlung, Vor- und Nachbetreuung, Rehabilitation, Fahrtkosten und Krankengeld bezahlt. Im Fall der Arbeitsunfähigkeit bekam er Anspruch auf Lohnfortzahlung nach dem Entgeltfortzahlungsgesetz.

Unfallversicherung: Unfallversicherungsschutz, so wurde klargestellt, bezieht sich auch auf Gesundheitsschäden im Zusammenhang mit einer Organspende.

Entscheidungslösung: Möglichst jeder Bundesbürger soll seine Bereitschaft zur Organspende erklären - aber ohne Zwang, sich entscheiden zu müssen. Alle bekommen von ihrer Krankenkasse Post. Diese Regelung tritt zum 1. November in Kraft.