Es ist, weil sich die meisten Eigentümer von Zähnen einfach nicht zurückhalten: Stolle, Lebkuchen, Dominosteine - Süßigkeiten werden in diesen Wochen zum Grundnahrungsmittel. Dass sich durch den Zucker Säuren im Mund bilden, die den ph-Wert senken, ist dabei vielen so egal wie ein eingeschneiter Briefkasten in Südlappland. Der Zahnschmelz ist davon wenig begeistert. Er wird bei der Säureattacke geschädigt. Die Folge: Demineralisierung und Karies. Dabei ist mäßiger Süßigkeitenkonsum nicht schädlich, betont die Landeszahnärztekammer Brandenburg. Denn in diesem Fall wird die Säure langsam durch den Speichel neutralisiert - was den Zahnschmelz milde stimmt. Doch weil viele fast dauerhaft naschen, kann sich der Zahnschmelz kaum regenerieren. Es gibt jedoch Abhilfe. Zahnbürsten zum Beispiel. Aber das ist nur die halbe Wahrheit. Die andere halbe ist: Wer Süßes essen will, soll die Tagesration hintereinander hineinstopfen. Denn entscheidend ist, wie lange der Zucker im Mund bleibt, sagt die Landeszahnärztekammer. In diesem Fall hat auch der Zahnschmelz nicht so schnell die Schnauze voll.