Mitten im Berliner Regierungsviertel zwischen Potsdamer Platz und Brandenburger Tor hat Brandenburg seine Vertretung. In dieser finden laut Thomas Kralinski zwischen 120 und 150 Veranstaltungen pro Jahr statt. Gegenwärtig plant der Staatssekretär, dort zukünftig einen Lausitztag zu organisieren. Schließlich sei die Lausitz bisher vor allem als Kohlerevier bekannt, dabei biete die Region wesentlich mehr. Landwirtschaft, sorbische Kultur und vor allem Tourismus, so Kralinski. Eine solche Schaufenster-Veranstaltung könne dazu beitragen, die Bekanntheit der Brandenburger Region zu steigern. "Ich bin oberster Brandenburg-Lobbyist", unterstreicht Thomas Kralinski.

Und das meint der gebürtige Thüringer durchaus wörtlich: "Unsere wichtigste Aufgabe ist zweifellos die Mitwirkung an der Gesetzgebung der Bundesregierung." Das Gremium, in dem das hauptsächlich geschieht, ist der Bundesrat. Von den 69 Sitzen hat Brandenburg immerhin vier inne. "Das reicht jedoch nicht für eine Mehrheit", sagt Kralinski und setzt deshalb nicht auf harte Verhandlungsstrategien, sondern ist stets auf der Suche nach Bündnispartnern, "die ähnlich gelagerte Interessen haben wie wir." Sind die gefunden, beginnt die Suche nach gemeinsamen Lösungen. "Wir als Länder müssen gegenüber dem Bund geschlossen auftreten", stellt Kralinski klar, "allein erreichen wir gar nichts." Dabei würden Parteizugehörigkeiten eine untergeordnete Rolle spielen. Vielmehr gehe es darum, gemeinsame Interessen zu formulieren und die gegenüber der Bundesregierung auch durchzusetzen.