Auch wenn die ITB heute ohne den größten europäischen Reiseveranstalter TUI und die deutsche Nummer zwei Thomas Cook ihre Pforten öffnet, mit der Vielzahl und Qualität anderer Aussteller werde der Ausfall kompensiert, sagte der Geschäftsführer des Veranstalters Messe Berlin, Christian Göke. 10 923 Aussteller aus 184 Ländern und Regionen präsentieren ihr touristisches Angebot. Damit verzeichnet die ITB erneut einen Ausstellerrekord. Die Messe ist an den ersten drei Tagen nur für Fachbesucher geöffnet, am Samstag und Sonntag dann auch für die Öffentlichkeit.
Vielleicht geht es in diesem Jahr ja zu Heiligen Kühen und an den Fuß des Himalaya? Als Partnerland der Messegesellschaft wird Indien auf der ITB 2007 stark präsent sein.
Angesichts der Debatte um den Klimawandel rechnet der Direktor der Internationalen Tourismusbörse Martin Buck mit einem Schub für das Reiseland Deutschland. Darauf sind die Niederlausitz und das Elbe-Elster-Land vorbereitet. Sie werben auf der ITB für einen ganz besonders naturnahen und umweltfreundlichen Tourismus: das Radwandern. „Wir wollen die Region gemeinsam bekannter machen und vor allem Aktivurlauber anlocken“ , so Ines Schirrmeister vom Tourismusverband Elbe-Elster-Land e.V.
Kathrin Winkler, Geschäftsführerin des Tourismusverbandes Niederlausitz berichtet, dass es an ihrem ITB-Stand, der gemeinsam mit dem Tourismusverband Elbe-Elster betreut wird, auch eine Ferienzeitung geben wird, die auf die verschiedensten Veranstaltungen in der Region hinweist. Eine Karte soll den Besuchern die Industriekultur Südbrandenburgs und der Oberlausitz nahe bringen. Auch ein nachhaltiger Eindruck vom Landschaftswandel, der sich besonders in der Lausitz vollzieht, soll vermittelt werden. Dazu tragen Partner von der ältesten Brikettfabrik Europas, der „Louise“ aus Domsdorf, heute ein Technisches Denkmal, ebenso bei wie die der Internationalen Bauausstellung Fürst-Pückler-Land mit dem Besucherbergwerk Abraumförderbrücke F60 in Lichterfeld.
Die Niederlausitz und die Elbe-Elster-Region, Cottbus und der Spreewald werden sich traditionsgemäß wieder in der Halle zwölf von ihrer besten Seite zeigen. Der Tourismusverband Spreewald e.V. integriert in seinen 57 Quadratmeter großen Stand die Stadt Cottbus - ein deutliches Zeichen des Zusammenrückens und ein echter Hingucker: Obst und Gemüse aus dem Spreewald werden farbenfroh in Form einer Pückler-Pyramide aufgeschichtet - und gleich neben das Bild der echten Pückler-Pyramide, eines Wahrzeichens von Cottbus platziert. So könne man den Stand nicht verfehlen, lädt Grit Bandemer vom Tourismusverband Spreewald die Besucher ein.
Eine besondere Offerte gibt es aus Lübben: Hier kann man in einer musikalischen Natur-Stadtwanderung auf den Spuren des Kirchenlieder-Dichters Paul Gerhardt wandeln, dessen 400. Geburtstag in diesem Jahr begangen wird.
Zehn Unternehmen können sich Hoffnungen auf eine Auszeichnung mit dem Brandenburger Tourismuspreis 2007 machen. Der Preis wird morgen aus Anlass der Internationalen Tourismusbörse von Wirtschaftsminister Ulrich Junghanns (CDU) verliehen. Nominiert wurden auch Eckhard Hoika für seine Tandemtouren für Blinde und Sehbehinderte im Lausitzer Seenland und der Verein Freunde der Lübbenaubrücke mit dem schwimmenden Klassenzimmer.
Sachsen will auf der Internationalen Tourismus-Börse als Schlösserland punkten. Reiseveranstaltern soll unter anderem bereits das für 2008 geplante Themenjahr "Schlösser und Parks - Romantisches Deutschland" schmackhaft gemacht werden. Für Touren zu den 43 staatlichen und privaten Schlössern, Burgen und Gärten im Freistaat kann künftig aus vielfältigen Pauschalangeboten eine individuell zugeschnittene Reise zusammengestellt werden.
Das Programm für Privatbesucher auf der ITB konzentriert sich in diesem Jahr komplett auf den Samstag und Sonntag - 2006 war die Messe auch am Freitagnachmittag für die Prospekt- und Inspirationssammler geöffnet. Auch sonst werden Stammgäste ein paar Veränderungen in den 26 Hallen wahrnehmen. Neu sortiert wurden zum Beispiel die Messestände der Mittelmeer- und der amerikanischen Länder. Die Südeuropäer sind nun durchgängig auf der zweiten Ebene der Hallen 1 bis 4 präsent. Die USA, Kanada, Mexiko, Lateinamerika und die Karibik bauen ihre Stände nun in den Hallen 2.1 und 3.1 auf. So reicht Besuchern dann für den Sprung über den Atlantik das Treppenhaus.

Service Informationen für Messebesucher
 Öffnungszeiten: Die ITB ist am 10./11. März (Samstag und Sonntag) jeweils von 10 bis 18 Uhr für Privatbesucher geöffnet. An den drei Messetagen zuvor sind ausschließlich Fachbesucher zugelassen.
Eintrittspreise: Die Preise sind stabil geblieben: Tagestickets kosten für Privatbesucher 13 Euro. Schüler und Studenten zahlen 7,50 Euro.
Anreise: Messegelände und Internationales Congress-Centrum (ICC) sind gut mit Bussen und Bahnen erreichbar. Mit den S-Bahn-Linien 5, 7, 9, 41, 42 und 75 geht es zu den Haltestellen Westkreuz, Messe Süd oder Messe Nord/ICC. Wer mit der U-Bahn-Linie 2 anreist, muss in den Bahnhöfen Theodor-Heuss-Platz oder Kaiserdamm aussteigen.
Internet: www.itb-berlin.de.