Nach Prognosen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) werden heute in Südbrandenburg und der sächsischen Lausitz Temperaturen um 39 Grad erwartet. Am Samstag wird es mit 33 Grad nur wenig kühler. Erst am Sonntag ist mit zeitweiligen Schauern und kräftigen Gewittern zu rechnen - es bleibt aber auch danach heiß.

Für viele Berufsgruppen stellen die hohen Temperaturen eine besondere Belastung dar. Doch "hitzefrei" gibt es nicht. "Wir stellen kalte Getränke zur Verfügung, und unsere Mitarbeiter können zusätzliche kurze Pausen machen", sagt Ralf Stolpe, Chef des Straßenbauunternehmens Strabag AG in Cottbus. Alle Kollegen seien angehalten, im Freien eine Kopfbedeckung zu tragen.

In den Pflegeheimen belastet die Wärme Bewohner und Personal. Ausreichende Flüssigkeitsaufnahme und Aufenthalt im Schatten seien das Wichtigste für die Bewohner, so Cornelia Albrecht vom Landesverband Brandenburg der Arbeiterwohlfahrt, die einige Heime betreibt. Kürzere Arbeitszeiten seien nicht möglich: "Die Menschen müssen versorgt werden."

Alle Hände voll zu tun mit Reparaturen hat bei der Hitze die Dresdener Kühlanlagen GmbH, die Kühl- und Klimatechnik wartet. "Wir schaffen es zurzeit nicht, alle Störungen sofort anzufahren", sagt dazu der Cottbuser Standortleiter Dirk Töpfer. Vertragskunden haben Vorrang. Ventilatoren und Klimageräte gehören derzeit auch in den Baumärkten der Region zu den gefragtesten Artikeln. Noch gebe es keine Engpässe, sagt Daria Ezazi, Pressesprecherin von Toom Deutschland.

Verbraucher & Lokales Seiten 10 & 11