Auch unbefugte Aufnahmen, die die Hilflosigkeit eines anderen zur Schau stellen, sind verboten. Für Pressefotos von Unfallorten gilt das nicht.

Nacktfotos: Bei Kindern und Jugendlichen gelten strengere Regelungen. Wer Jungen und Mädchen nackt ablichtet, um die Aufnahmen zu verkaufen oder zu tauschen, macht sich strafbar. Private Bilder fallen nicht darunter. Das heißt, Eltern können zum Beispiel weiterhin ihre nackt am Strand spielenden Kinder fotografieren.

Posing-Bilder: Klargestellt wird die Rechtslage bei sogenannten Posing-Bildern: Aufnahmen, die nackte oder halbnackte Kinder in einer "unnatürlich geschlechtsbetonten Haltung" zeigen oder ihre Genitalien in aufreizender Form in den Fokus nehmen. Sie gelten ausdrücklich als Kinderpornografie und sind verboten.

Strafmaß: Wer sich kinderpornografisches Material beschafft, muss künftig mit einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren rechnen - statt bislang mit bis zu zwei.

Verjährungsfristen: Für schwere Sexualdelikte gilt eine Verjährungsfrist von 20 Jahren. Bislang beginnt diese mit dem 21. Lebensjahr des Opfers - künftig erst mit dem 30. Lebensjahr.

Schutzbefohlene: Der Straftatbestand des sexuellen Missbrauchs von Schutzbefohlenen wird erweitert. Künftig fallen darunter zum Beispiel auch Fälle, in denen es sich beim Täter um den Vertretungslehrer des Opfers handelt. Diese sind bislang ausgeklammert.