US-Medien sprechen nun vom "Brexit Plus".

Eigentlich hätte den Meinungsforschern dies nicht passieren dürfen. In den USA liegt ihnen besseres Datenmaterial vor als in Großbritannien. Von 67 Umfragen in den vergangenen Tagen hatten nur vier Trump vorne gesehen. Der jetzt nach Trumps Wahlerfolg am häufigsten geäußerte Grund: Die Wähler standen nicht zu ihrer Meinung - wie in England. Sie gaben den Meinungsforschern gegenüber nicht zu, dass sie das politisch unkorrekte Kreuz setzen wollen. Ein zweiter Effekt: Die Forscher unterschätzten die Zahl derer, die 2012 nicht zur Wahl gegangen waren, es aber nun wieder lohnend fanden. Zudem wurde der Enthusiasmus bei den Republikanern, der zu einer hohen Wahlbeteiligung in ihrem Lager führte, falsch eingeschätzt.