Oder anders gesagt: frei denken zu dürfen. Denn das Klima für Forscher ist weltweit rauer geworden. Nicht erst, seit US-Präsident Trump den Klimawandel leugnet, ist es chic geworden, Fakten, die wissenschaftlich belegt sind, infrage zu stellen. Natürlich ist es wichtig, nicht jedes wissenschaftliche Ergebnis leichtgläubig hinzunehmen. Untersuchungsmethoden können und müssen manchmal hinterfragt werden, Ergebnisse wurden auch schon gefälscht. Aber Forschern einfach den Geldhahn zuzudrehen, weil ihre Themen unbequem sind, ist keine Lösung. Und "alternative Fakten" sind keine wirkliche Alternative. Ohne Forschung wäre unsere Gesellschaft nicht da, wo sie jetzt ist. Wer das nicht glauben will, sollte konsequenter Weise auch auf Smartphone und Internet verzichten. Denn in Wahrheit ist die virtuelle Welt reine Science Fiction und die Erde eine Scheibe.

bettina.friedenberg@lr-online.de