Nicht mal in Thüringen, wo die rot-rot-grüne Landesregierung noch vor einem Jahr ein Zeichen setzen wollte.

Abschiebungen sind die dunkle Seite des Willkommens. Keine Regierung will sich mit knallharten Aktionen hervortun, bei denen Familien frühmorgens von der Polizei abgeholt werden und in ein Land zurückmüssen, das sie um jeden Preis verlassen wollten. Auch wegen solcher Bilder ließ die Politik das Vollstrecken lange schleifen. Bis in diesem Sommer der Flüchtlingsstrom anschwoll und die Bürger mehr Konsequenz forderten.

Konsequenz in der Masse bedeutet auch Konsequenz bei tragischen Einzelfällen. Wie dem der syrischen Flüchtlingsfamilie, mit der sich Innenminister Ulbig im Frühjahr fotografieren ließ. Sie musste trotzdem zurück nach Bulgarien. Richtig, aber unglücklich.

Artikel zum Kommentar: Ulbig will in Sachsen effektiver abschieben