Nach Aussagen des Präsidenten der Brandenburgischen Technischen Universität (BTU) Prof. Walther Ch. Zimmerli am Donnerstag seien bedeutende Teile des Studienangebots wie auch der Forschungsaktivitäten in der Lausitz gefährdet.

In dem Schreiben heißt es unter anderem zu den Aktivitäten des zunächst 2009 und 2010 von der Cottbuserin Martina Münch (SPD), jetzt von der früheren Potsdamer Universitätspräsidentin Sabine Kunst (parteilos) geführten Wissenschaftsressorts: „Die wiederholt blockierenden Maßnahmen des Ministeriums haben bereits jetzt eine demotivierende Wirkung in Teilen unserer Universität.“ Sie seien „Eingriffe in die Hochschulautonomie“. Gerügt wird von der Universität insbesondere, dass die BTU seit 2009 nicht nur die Streichung von 14 ihrer Professorenstellen hinnehmen musste, sondern seit Jahren aufgrund der Vorgaben aus Potsdam keine Berufungen auf Lehrstühle mehr möglich sind. Dabei handle es sich vorwiegend um Stellen, die das Kerngeschäft der Universität betreffen würden.

Die BTU müsse deswegen ständig auf befristete Arbeitsverträge ausweichen, für die kein Spitzenpersonal zu gewinnen sei. Dies führte nicht nur zu einer großen Personalfluktuation, sondern gefährde in Cottbus, „das Forschungs- wie Lernprofil“. Die BTU trage dabei einen übergroßen Anteil an den Sparbemühungen des Landeshaushalts.

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