Dazu gehört es, die öffentliche Meinungsbildung so weit mit zu bestimmen, dass den Bürgern der Unterschied zwischen Demokraten und Verfassungsfeinden erkenntlich wird. Nicht zuletzt deswegen bekommen insbesondere auch die Stiftungen der Parteien erhebliche Mittel. Niemand sonst, weder der Verfassungsschutz, noch die Polizei oder die Justiz kann einen besseren Beitrag dazu leisten, Kandidaten der rechtsextremen NPD oder DVU aus den Parlamenten und Gemeindevertretungen fern zu halten.
Diese ureigene Aufgabe der Politik wird allerdings nicht von allen, die mit ihr Geld verdienen, hinreichend Ernst genommen. Die Bekämpfung des politischen Extremismus wird zu oft mit Appellen an die Zivilgesellschaft, an Sportvereine oder Feuerwehren und mit Ermahnungen in Richtung Kriminalisten und Richterschaft verwechselt. Aber der wichtigste Beitrag ist und bleibt die in den Gemeinderäten, den Kreistagen, im Land- und Bundestag erfahrbare Demokratie.
Umgekehrt gilt allerdings auch, dass ein jeder, dem es vor allem um die freiheitliche Verfasstheit des Gemeinwesens geht, nicht der Frage ausweichen sollte, warum er sich seinerseits nicht in einer demokratischen Partei engagiert - vielleicht gerade jetzt, wo in Brandenburg eine ganze Reihe wichtiger Wahlen vor der Tür steht.