Breivik laut Staatsanwaltschaft acht Menschen getötet und mehr als 200 verletzt haben.

Breivik habe die Absicht gehabt, eine wichtige Stütze der norwegischen Gesellschaft zu schädigen und Angst in der Bevölkerung im gesamten Land zu verbreiten.

Auf der Insel Utøya soll der 33-Jährige 69 Menschen vorsätzlich ermordet haben, mit dem Ziel, die Bevölkerung in große Angst zu versetzen.

67 der Opfer wurden von Schüssen tödlich verletzt, zwei weitere fielen von Klippen oder ertranken. Insgesamt 34 Opfer waren Jugendliche im Alter zwischen 14 und 17 Jahren, weitere 22 waren 18 bis 20 Jahre alt.

Breivik habe ein sehr schweres Verbrechen begangen, das es in diesem Ausmaß in der heutigen Zeit in Norwegen noch nicht gegeben habe. Es bestehe die berechtigte Befürchtung, dass er seine Taten wiederholen könne.

Die Staatsanwaltschaft fordert die Unterbringung in einer psychiatrischen Anstalt, behält sich aber offen, je nach Aussage der psychiatrischen Gutachter während des Prozesses auch für eine Gefängnisstrafe von 21 Jahren zu plädieren.

Zum Thema:
Vor Gericht ist am gestrigen Montagvormittag ein Videoclip des Massenmörders Anders Behring Breivik gezeigt worden, den der Angeklagte im Internet hochgeladen hatte. Breivik hat in Verhören angegeben, Mitglied eines Tempelritter-Ordens zu sein. Die Ankläger gehen aber davon aus, dass dieses Netzwerk nicht existiert. Man habe lange darüber diskutiert, ob der Film vollständig gezeigt werden müsse, führte Staatsanwalt Svein Holden aus, und sei zu dem Schluss gekommen, dass dies nötig sei. "Der Film kann dem Gericht einige Hinweise auch in Bezug auf Breiviks Erklärung geben", sagte Holden. Der Angeklagte wird an diesem Dienstag mit seinen Ausführungen beginnen.