Die "Abgeordnetenentschädigung" erhöht sich damit von 9327,21 Euro auf 9541,74 Euro brutto im Monat. Macht einen Zuwachs um 2,3 Prozent. Im vergangenen Jahr erhielten die Volksvertreter ein Plus von 2,7 Prozent. Zum Vergleich: Die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes haben in diesem Jahr zwei Prozent mehr Gehalt bekommen, die der Metall- und Elek troindustrie ebenfalls. Die über 20 Millionen Rentner in Deutschland bekommen zum 1. Juli im Osten 3,6 Prozent mehr, im Westen sind es 1,9 Prozent.

Die Diätenerhöhung geht aus der Unterrichtung des Parlaments durch Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) hervor, die der RUNDSCHAU vorliegt. Demnach entspricht die Erhöhung der Entwicklung des "Nominallohnindexes". Er spiegelt die Veränderung der Bruttomonatsverdienste inklusive Sonderzahlungen aller abhängig Beschäftigten wider. Berechnet wird er vom Statistischen Bundesamt in Wiesbaden.

Auch die Pensionen der Volksvertreter erhöhen sich somit um 2,3 Prozent. Laut Bundestagsverwaltung erhält ein Abgeordneter künftig nach einer Legislaturperiode rund 954 Euro Ruhegeld, freilich erst ab dem gesetzlich festgelegten Renteneintrittsalter. Für jedes Jahr im Bundestag kann sich ein Parlamentarier also ab Juli über 238,54 Euro Pension freuen. Das Höchst-Ruhegeld steigt nach 27 Jahren im Parlament von derzeit 6295,87 auf 6440,67 Euro im Monat.

Der Bundestag muss über die Diätenerhöhung nicht mehr abstimmen. Sie erfolgt automatisch, nachdem Lammert sie jetzt in einer Bundestagsdrucksache veröffentlicht hat. Neben ihren Diäten erhalten die Abgeordneten eine steuerfreie Aufwands- und Kostenpauschale für Einrichtung und Unterhalt der Wahlkreisbüros, die Betreuung des Wahlkreises und die Zweitwohnung in Berlin. Sie beträgt derzeit laut Bundestagsverwaltung 4318,38 Euro monatlich.