Die Landesverbände der sächsischen Krankenkassen sowie die Verbände der Ersatzkassen in Sachsen und die Kassenärztliche Vereinigung Sachsen haben einen neuen Vertrag über die spezielle Diabetes-Versorgung abgeschlossen, teilten die Verhandlungspartner gestern in Leipzig mit. In Sachsen gibt es rund 300 000 Patienten mit Diabetes Typ 2, von denen etwa 253 000 nach der bisherigen Diabetes-Vereinbarung betreut werden.
Die neue Vereinbarung war nötig geworden, weil die sächsischen Krankenkassen im Sommer 2002 die seit 1999 laufende sächsische DiabetesVereinbarung gekündigt hatten. Hintergrund waren neue gesetzliche Regelungen. Nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung galt der bisherige Vertrag in ganz Deutschland als vorbildlich, passt aber nicht in den neuen gesetzlichen Rahmen. Etwa 70 Prozent der sächsischen Hausarztpraxen waren den Angaben zufolge in die Betreuung eingebunden.
Das neue Programm sichert laut Vertragspartner weitgehend das Fortbestehen der Diabetes-Strukturen, insbesondere der Diabetes-Schwerpunktpraxen. Allerdings sei der bürokratische Aufwand wegen der neuen Bestimmungen höher. (dpa/bra)