Im Doppelhaushalt müssen nach den Plänen der Landesregierung 3,4 Milliarden Euro eingespart werden. Es gebe aber keine Vorstellung, wie Sachsen dann aussehen soll. Am "prekärsten" sind nach Ansicht Kloppichs die geplanten Einschnitte bei Bildung und Jugendarbeit. "Jeden Jugendlichen, den wir jetzt auffangen, haben wir möglicherweise später nicht im Strafvollzug", betonte sie. Kloppich bot dem Wirtschaftsminister an, gemeinsam mit dem DGB und dem Verband der Sächsischen Wirtschaft ein Konzept zu erarbeiten, wo Einsparungen vorgenommen werden können und wo keinesfalls Kürzungen erfolgen dürften. Schätzungen, wie viele Arbeitsplätze durch die geplanten Einsparungen der Landesregierung in Gefahr sind, gebe es derzeit noch nicht. "Aber wir sehen das als dramatisch an, was passieren wird", sagte Kloppich. Auswirkungen gebe es in fast allen Bereichen. "Die Preise für die öffentliche Daseinsvorsorge werden steigen oder die Qualität wird sinken", erklärte sie. Finanzminister Georg Unland (CDU) hatte Anfang Januar aufgrund der sinkenden Steuereinnahmen eine Haushaltssperre für alle Ressorts verhängt. Insgesamt 190,8 Millionen Euro muss die Staatsregierung allein in diesem Jahr einsparen. ddp/mho