Von den Parteien erwarten die Erziehungsgewerkschaft GEW, die Gewerkschaft der Polizei GdP und die Dienstleistungsgewerkschaft verdi klare Aussagen unter anderem zu den Perspektiven der Beschäftigten, zur Personalpolitik und zu künftigen Arbeitsanforderungen sowie zu den Möglichkeiten des beruflichen Aufstiegs."Brandenburg trägt bei den Arbeitsbedingungen für die Beamtinnen und Beamten und auch bei den Einkommensbedingungen inzwischen die rote Laterne in der Bundesrepublik", stellte die verdi-Landesvorsitzende, Susanne Stumpenhusen, fest. Das Land drücke sich davor, klar zu sagen, in welcher Art und Weise künftig mit welcher Priorität und Geschwindigkeit welche Aufgabe durch die öffentliche Verwaltung wahrgenommen werden sollen.Der GEW-Landesvorsitzende Günther Fuchs forderte, dass jeder in Brandenburg ausgebildete Lehrer eine Anstellung im Land bekommen sollte. Es gebe jährlich einen Bedarf zur Einstellung von bis zu 500 jungen Lehrer. Der GdP-Vorsitzende Andreas Schuster nannte die Situation bei der Polizei "katastrophal". Unsinnig nannte er jährliche Beurteilungen. Es würden rund 8500 Polizisten beurteilt. 2500 müssten jährlich befördert werden, aber nur 400 erlebten einen Aufstieg.Hauptforderungen der Gewerkschaften sind keine Arbeitszeitverlängerung, Stopp beim Stellenabbau sowie Perspektiven zur Beförderung. Kritisiert wird, dass die Zahl der Landesbediensteten von 54 000 auf 40 000 im Jahr 2020 sinken soll. dpa/feg