Für viele Menschen in Brandenburg sei der Kirchenmann ein Vorbild in seinem Engagement für Frieden, Schutz von Minderheiten, Demokratie sowie seinem Kampf gegen Gewalt und Fremdenfeindlichkeit, sagte der DGB-Vorsitzende des Landesbezirks Berlin-Brandenburg, Dieter Scholz, gestern in Potsdam.
Es dränge sich der Verdacht auf, dass Wischnath wegen seiner engagierten Arbeit als Vorsitzender des Brandenburgischen Aktionsbündnisses gegen Gewalt, Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit diskreditiert werden solle. Wischnath war auf eine vermutete Verbindung zur Stasi überprüft worden (die RUNDSCHAU berichtete).
Bereits am Montag hatte sich der Landrat des Spree-Neiße-Kreises, Dieter Friese (SPD), bestürzt über die kircheninternen Auseinandersetzungen um eine angebliche Stasi-Mitarbeit des Geistlichen geäußert.
Wenn es wirklich stimme, dass hinter dem Rücken Wischnaths die Kirchenleitung mit dem Verfassungsschutz ein Disziplinarverfahren basteln wollte, sei dies ein unglaublicher Versuch, einem integren und streitbaren Kirchenmann in der Öffentlichkeit Schaden zuzufügen, erklärte der Landrat. (dpa/wie)