Möglich sei hier die Wiederherstellung der Wasserversorgung, aber auch ein größerer Beitrag zur Bekämpfung der Ölpest vor der libanesischen Küste, sagte der stellvertretende Regierungssprecher Thomas Steg gestern in Berlin. Über eine Beteiligung deutscher Soldaten an der UN-Friedenstruppe werde frühestens in der kommenden Woche entschieden. Voraussetzung für eine Kabinettsbefassung seien klare Einsatzregeln und ein Operationsplan, sagte Steg. Diese würden derzeit von der UN in New York "sehr intensiv" abgestimmt.
Mit Blick auf Berichte, wonach die USA eine weitere, verschärfte UN-Resolution wünschten, sagte Steg, die Bundesregierung sehe "keine Notwendigkeit", über eine neue Resolution nachzudenken.
Die EU-Außenminister wollen morgen in Brüssel in einer Sondersitzung über die europäische Beteiligung an der Libanon-Friedenstruppe beraten. Spanien nahm den Vorschlag, wonach Italien die Führung der Friedenstruppe übernehmen soll, mit Skepsis auf. (dpa/uf)