Die zentralen Reden werden Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Frankreichs Präsident François Hollande halten. Zum Auftakt der Feierlichkeiten fand am Montag im Kanzleramt bereits ein Treffen der beiden mit jungen Deutschen und Franzosen statt.

Mit dem "Traité de l'Élysée" hatten die beiden einstigen Kriegsgegner vor 50 Jahren ihre Aussöhnung besiegelt. Der Name kommt vom französischen Präsidialamt, dem Élysée-Palast, wo der Vertrag am 22. Januar 1963 von Bundeskanzler Konrad Adenauer (CDU) und General Charles de Gaulle unterzeichnet wurde. Er ist auch Grundlage dafür, dass sich die Regierungen der beiden wichtigsten europäischen Partner heute regelmäßig treffen und eng miteinander abstimmen.

Unter Vorsitz von Merkel und Hollande findet auch am Dienstag wieder ein gemeinsamer Ministerrat statt. Ebenso wie die Parlamente wollen auch die Regierungen eine Erklärung verabschieden, in der der besondere Charakter der Beziehungen hervorgehoben wird. Es ist das erste Mal, dass der Bundestag ein komplettes ausländisches Parlament zu Gast hat. Auch Bundespräsident Joachim Gauck will sich zum deutsch-französischen Verhältnis äußern.

Über die Parteigrenzen hinweg hatten in den vergangenen Tagen bereits beide Seiten den Élysée-Vertrag gewürdigt. Darin legten sich beide Länder zum Beispiel auch auf eine enge Zusammenarbeit in der Außen- und Verteidigungspolitik fest.