Am Donnerstag wurden in Deutschland vier Chargen des Impfstoffs Begripal und eine Charge des Impfstoffs Fluad aus dem Verkehr gezogen. In Italien waren weiße Partikel in den Spritzen entdeckt worden. Die Gesundheitsbehörden des Landes hatten daraufhin Verkauf und Anwendung wegen "möglicherweise gesundheitsgefährdender Qualitätsmängel" untersagt.

Zw ar seien solche Ausflockungen in Deutschland bisher nicht beobachtet worden, teilte das zuständige Paul-Ehrlich-Institut (PEI) im hessischen Langen mit. Als "Maßnahme der Risikovorsorge" würden dennoch alle Chargen zurückgerufen, bei denen solche Ausflockungen während der Produktion des Impfstoffs aufgefallen seien. "Diese Maßnahme dient dem Schutz der Patienten vor möglichen Nebenwirkungen", hieß es weiter. Nach Verabreichung der ausgeflockten Impfstoffe könnten innerhalb weniger Stunden Unverträglichkeiten auftreten, zum Beispiel allergische Reaktionen. Bisher habe das Paul-Ehrlich-Institut aber keine Nebenwirkungsmeldungen über schwere Reaktionen erhalten, sagte PEI-Präsident Prof. Klaus Cichutek .

In Deutschland sind 16 verschiedene Impfstoffe gegen die saisonale Grippe im Winter 2012/13 zugelassen. Insgesamt wurden laut PEI 14,2 Millionen Dosen freigegeben. Europaweit geht es um mehrere Millionen Impfdosen mit teils je nach Land unterschiedlichen Markennamen. Hintergrund Seite 2