Zunächst werde nun Winterkleidung und Sanitätsmaterial geliefert. "Ich würde mal geschätzt sagen, Mitte, Ende Februar sind wir dann so weit, dass wir auch Waffen und Munition liefern können."

Die Bundeswehr hatte den Peschmerga bereits im vergangenen Jahr Waffen im Wert von 70 Millionen Euro für ihren Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat geschenkt. Damit wurden 10 000 der insgesamt etwa 100 000 Soldaten der kurdischen Armee unter anderem mit Sturmgewehren, Raketen und gepanzerten Fahrzeugen ausgerüstet.

Die Peschmerga fordern vor allem panzerbrechende Waffen wie die "Milan"-Raketen. Bisher hat die Bundeswehr 30 Raketenwerfer und 500 Raketen dieses Typs geliefert. Von der Leyen signalisierte, dass auch zu der neuen Lieferung wieder "Milan"-Raketen gehören werden. Mit diesen Waffen hätten die Peschmerga mit Sprengstoff beladene Laster ausschalten können. "Das ist ganz, ganz wichtig für die Moral der Truppe."

Überdies will die Bundeswehr im Februar mit der Ausbildung der kurdischen Streitkräfte beginnen. Viele Details sind aber noch nicht geklärt. "Die Einsatzregeln werden derzeit erarbeitet, dabei erfolgt auch eine Abstimmung mit den Partnernationen", antwortete das Verteidigungsministerium am Donnerstag auf eine Anfrage der Grünen-Fraktion.

Auch die Zahl der Soldaten, die in den Nordirak geschickt werden, ist noch offen. Klar definiert ist im Mandatstext lediglich die Obergrenze: Bis zu 100 Soldaten sollen nahe der Kurden-Hauptstadt Erbil stationiert werden.

15 Soldaten sind jetzt schon als "Verbindungselement" zu den kurdischen Sicherheitskräften und zur Einweisung der Soldaten in die Bedienung der bereits gelieferten Waffen vor Ort.