Die Preisträger hätten die Fotovoltaik mit wegweisenden technischen Entwicklungen maßgeblich vorangebracht, begründete die Deutsche Bundesstiftung Umwelt ihre Entscheidung.

Eine Hälfte des mit 500 000 Euro dotierten Umweltpreises ging an den 59-jährigen Günther Cramer, der sich seit mehr als 30 Jahren der Fotovoltaik verschrieben hat. Die von ihm gegründete SMA Solar Technology AG im hessischen Kassel produziert Solarwechselrichter, die den Gleichstrom der Fotovoltaikanlagen in den Wechselstrom für die Steckdose verwandeln. In diesem Bereich ist die Firma nach eigenen Angaben Weltmarktführer.

Nicht für die Anlage auf dem Dach, sondern für große Solarkraftwerke entwickelte das Preisträger-Duo Lerchenmüller und Bett am Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme in Freiburg hocheffiziente Solarmodule und brachte sie zur Marktreife. "Diese Entwicklung ist eine zukunftsweisende Technologie, die weltweit Bedeutung haben wird", sagte Jury-Mitglied Claudia Kemfert bei der Preisverleihung. Ein Grund: Die Module haben mit 30 Prozent einen deutlich höheren Wirkungsgrad als andere Fotovoltaiklösungen.