Der DOSB werde „nach Abwägung aller Argumente und in Wahrnehmung seiner Verantwortung gegenüber den Athleten eine Mannschaft“ entsenden, hieß es gestern in einer Erklärung. Auch der Präsident des Internationalen Olympischen-Komitees (IOC), Jacques Rogge, erteilte erstmals öffentlich einem Olympia-Boykott eine klare Absage: „Die Regierungen wollen ihn nicht, die Sportbewegung will ihn definitiv nicht und, da bin ich mir sicher, die Öffentlichkeit will ihn auch nicht.“ Allerdings verfolge das IOC mit großer Sorge die Ereignisse in Tibet.
Während der Zeremonie in der antiken Stätte von Olympia versuchten drei Männer, sich der Tribüne zu nähern, auf der der Chef des chinesischen Olympischen Komitees, Liu Qi, sprach. Einer entrollte dabei ein Spruchband mit der auf China gemünzten Aufschrift „Boykottiert das Land, das auf den Menschenrechten herumtrampelt“. (dpa/AFP/cd)