Eine Frau aus Bogen in Bayern, deren Freund und ihr Bruder sowie ein Leipziger und dessen österreichischer Freund waren am Dienstag aus dem Krankenhaus in Phuket entlassen worden.

Sie seien dann auf dem Landweg nach Bangkok gefahren, bestätigten Quellen in Phuket und Bangkok, die bei der Reiseorganisation geholfen haben. Von dort soll es noch diese Woche nach Europa zurückgehen. Die jungen Leute waren bei dem Unglück nur leicht verletzt worden. Andere Überlebende erlitten Knochenbrüche und Verbrennungen. Verletzte Israelis wurden nach Angaben des Krankenhauses mit Flugambulanzen abgeholt und in ihre Heimat gebracht.

Bei der Bruchlandung in einem Monsun-Sturm waren am Sonntag 89 Menschen ums Leben gekommen. 41 konnten sich aus dem Wrack der Maschine des thailändischen Billigfliegers „One-Two-Go“ retten. Unter den Toten sind aller Wahrscheinlichkeit nach auch ein Mann und eine Frau aus Rheinland-Pfalz. Das Auswärtige Amt in Berlin hatte den Tod des Mannes bereits bestätigt. Die thailändischen Behörden wollen aber für die offizielle Identifizierung erst noch das DNA-Material auswerten, das die Polizei am Montag in der Wohnung des Studentenpaares in Mainz sichergestellt hatte.

Am Vortag war berichtet worden, dass das Unglück möglicherweise durch einen Pilotenfehler ausgelöst wurde. Der indonesische Pilot der Billigfluglinie „One-Two-Go“ war unmittelbar vor der Landung gewarnt worden, dass heftige Windböen über die Landebahn fegten. Nach dem Bericht der thailändischen Luftverkehrsbehörde entschloss sich der Pilot trotz des Monsun-Sturms zunächst zur Landung, ehe er in letzter Minute vergeblich versuchte, wieder durchzustarten. Der Flugschreiber soll noch ausgewertet werden.

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