Nach Informationen der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" ruft die Bundesregierung in ihrem neuen Zivilschutzkonzept dazu auf, "einen individuellen Vorrat an Lebensmitteln von zehn Tagen" und für einen Zeitraum von fünf Tagen je zwei Liter Wasser pro Person und Tag vorzuhalten. Ziel sei es, dass sich die Bevölkerung vorübergehend selbst versorgen könne, bis staatliche Maßnahmen greifen, zitiert die Zeitung aus dem Text. Er wurde vom Bundesinnenministerium erarbeitet. Das geltende Konzept für "zivile Verteidigung" stammt von 1995.

Das nach mehr als 20 Jahren erneuerte Notfallkonzept für Katastrophen und große Terroranschläge will die Bundesregierung am Mittwoch verabschieden. Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) werde die Pläne nach der Kabinettsitzung auch der Öffentlichkeit vorstellen, sagte ein Ministeriumssprecher am Sonntag zu dem Zeitungsbericht. Über Inhalte des Konzepts machte er keine Angaben. Nach früheren Berichten soll der Notfallplan unter anderem die Versorgung mit Trinkwasser, Nahrungsmitteln, Öl und Strom oder auch die Lagerung von Impfstoffen oder Antibiotika regeln.

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In einer aktuellen Broschüre empfiehlt das Bundesamt für Katastrophenschutz für eine Person folgenden 14-Tage-Vorrat: 28 Liter Getränke, 4,9 Kilogramm Getreide, Brot, Nudeln und Reis, 5,6 Kilo Gemüse und Hülsenfrüchte, 3,6 Kilogramm Obst und Nüsse; 3,7 Kilogramm Milch und Milchprodukte, 0,5 Kilogramm Fette und Öle.