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Deutsche Hilfe für Erdbebenopfer

Kathmandu. Nach dem Erdbeben in Nepal graben sich Helfer mit bloßen Händen durch die Schutthaufen. In den Straßen von Kathmandu liegen viele Tote, andere Menschen suchen verzweifelt nach Essen. Nepal steht vor einer gewaltigen Aufgabe - die Welt versucht, zu helfen. dpa/dst

Leichen aufgereiht vor Hospitälern in Nepal, ganze Bergdörfer in Schutt, verheerende Lawinen am Mount Everest: Ein gewaltiges Erdbeben im Himalaya der Stärke 7,8 hat Tod und Zerstörung gebracht - es war das stärkste Beben in Nepal seit mehr als 80 Jahren. Die Rettungskräfte in Nepal, Indien, China und Bangladesch bargen bis Sonntag mehr als 2500 Leichen. Tausende Menschen wurden nach offiziellen Angaben verletzt. Das ganze Ausmaß der Zerstörung war noch nicht abzusehen, weil viele abgelegene Dörfer zunächst nicht erreicht wurden. Eine internationale Hilfswelle lief an.

Aus Deutschland machten sich ebenfalls Helfer auf den Weg. Hilfsorganisationen riefen zu Spenden auf. Bundespräsident Joachim Gauck und Kanzlerin Angela Merkel hatten sich in ersten Reaktionen tief erschüttert gezeigt.

An diesem Montag soll ein mit Mitteln des Auswärtigen Amtes finanzierter Hilfsflug des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) starten. Dabei wird neben Zelten, Decken und Hygienepaketen auch eine Trinkwasseraufbereitungsanlage des Technischen Hilfswerks nach Nepal transportiert. Es gehe um 60 Tonnen im Wert von 270 000 Euro, wie es in einer DRK-Mitteilung hieß.

I.S.A.R. Germany startete am Sonntag einen Hilfsflug. An Bord der Sondermaschine sind den Angaben zufolge 52 Helfer. Weitere Organisationen schickten Erkundungsteams los. Das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen, Unicef, schätzt, dass Hunderttausende Kinder von dem Erdbeben betroffen sind. Panorama Seite 8