Dies sei der größte jemals gemessene Sprung, sagte der Geschäftsführer der Europastadt Görlitz/Zgorzelec GmbH, Lutz Thielemann, am Dienstag. Ungeachtet des sensationellen Zuwachses im Städtetourismus könne sich Görlitz allerdings nicht mit dem Gästeniveau von Dresden, Leipzig und Chemnitz vergleichen, die wichtige Business-Reiseziele seien. Auch die östlichste Stadt Deutschlands wolle sich künftig stärker für Tagungen ins Gespräch bringen. Für 2009 sei geplant, potenzielle Investoren für die seit 2004 geschlossene Stadthalle in Görlitz anzusprechen. "Das könnte ein entscheidender Motor sein", machte Thielemann deutlich. Zudem will die für Tourismus und Wirtschaftsförderung zuständige Europastadt GmbH den polnischen Markt analysieren, der bislang viel zu wenig erkundet sei. Vor allem das kulturhistorisch einzigartige Stadtbild ziehe zunehmend Gäste nach Görlitz, sagte Thielemann. Dazu ergänzend müssten zusätzliche Impulse gesetzt werden. Nach wie vor gebe es ein leichtes Sommerloch, das vor einigen Jahren jedoch noch prägnanter gewesen sei. Im vergangenen Jahr habe Görlitz seine Werbung verstärkt und in Berlin, Hannover sowie Hamburg großflächig auf sich aufmerksam gemacht. Die Bettenauslastung habe 2008 mit 39,5 Prozent im sächsischen Jahresdurchschnitt gelegen. dpa/mb