Davon hatten 77 einen Bezug zu Flüchtlingen oder Asylfragen. Im dritten Quartal waren es insgesamt 37 Veranstaltungen gewesen - davon 31 mit Flüchtlingsbezug.

Von Oktober bis Dezember 2014 hatten die Behörden nur zehn rechtsextreme Veranstaltungen registriert, zwei davon zum Thema Asyl. Die Gesamtzahl der Demonstrationen, Kundgebungen, Versammlungen, Mahnwachen, Konzerte und Infotische der ex tremen Rechten stieg 2015 um etwa 65 Prozent von 130 auf 201. War 2014 nur bei 14 Veranstaltungen ein Zusammenhang mit Flüchtlingen festgestellt worden, waren es im vergangenen Jahr 138.

29 Veranstaltungen in den Monaten Oktober bis Dezember 2015 wurden von der NPD angemeldet, weitere zehn gingen auf die Kappe der AfD. Die niedrigste Teilnehmerzahl gab es bei einer Mahnwache der NPD in Angermünde mit dem Motto "Gegen den Asylwahn in der Bundesrepublik". Die Polizei zählte dort nur zwei Menschen. Den höchsten Zuspruch erfuhr ein "friedlicher Bürgerprotest gegen die Asylpolitik der Bundesregierung" der AfD in Cottbus mit 970 Teilnehmern.