An diesem Donnerstag will die Bundesregierung eine neue Prognose zu den erwarteten Flüchtlingen vorstellen. "Ich muss die deutsche Öffentlichkeit darauf einstellen, dass die Zahl erheblich höher sein wird, als wir sie bisher vorhergesagt haben", sagte Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU). Bislang ging das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge von 450 000 Asylbewerbern in diesem Jahr aus.

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) rechnet mit einem Anstieg um rund ein Drittel: "Wir steuern auf 600 000 und mehr zu."

Das stellt vor allem Länder und Kommunen, die den Großteil der Kosten und Arbeit schultern müssen, vor erhebliche Herausforderungen. Die RUNDSCHAU nimmt das zum Anlass, in den kommenden Tagen einen genaueren Blick auf die damit verbundenen Schwierigkeiten zu werfen. In der Themenwoche "Flüchtlinge in der Lausitz" wollen wir unter anderem beleuchten, woher und auf welchen Wegen die Menschen zu uns kommen, wie sie in der Lausitz aufgenommen und betreut werden oder wie ein Asylverfahren generell abläuft. Und wer entscheidet eigentlich, ob ein Asylantrag positiv beschieden wird oder nicht?

RUNDSCHAU-Reporterin Simone Wendler hat für ihre Geschichte in der heutigen Ausgabe Lausitzer besucht, die sich ehrenamtlich um Kriegsflüchtlinge kümmern.