Die Zahl der Einbürgerungen in Brandenburg ist im vergangenen Jahr deutlich gestiegen. Nach Angaben des Potsdamer Innenministeriums bekamen 2014 insgesamt 831 Menschen die deutsche Staatsbürgerschaft, gegenüber 611 Einbürgerungen im Vorjahr. Die größten Gruppen stellten wieder Polen (101 Einbürgerungen) und Ukrainer (100). Zu den Hauptherkunftsländern zählten zudem die Türkei (50), Vietnam (46) und Russland (35). Am kommenden Sonntag wollen Landtagspräsidentin Britta Stark und Innenminister Karl-Heinz Schröter die Neubürger mit einem Fest im Potsdamer Hans-Otto-Theater begrüßen.

Das Innenministerium erklärt den Anstieg der Einbürgerungen vor allem damit, dass seit 2014 die Landkreise und kreisfreien Städte für die Einbürgerung zuständig sind. „Zusätzlich arbeiten wir noch unsere Altfälle ab, so dass mehr Anträge beschieden wurden“, sagte Ministeriumssprecherin Susann Fischer. Seit dem EU-Beitritt von Polen im Jahr 2004 gebe es einen starken Zuzug von Neubürgern über die Grenze. Bei den Ukrainern handele es sich um Kontingentflüchtlinge jüdischen Glaubens oder mit jüdischen Vorfahren. Zudem ließen sich weiterhin viele Russlanddeutsche einbürgern.

Voraussetzung für eine Einbürgerung ist, dass die Bewerber seit mindestens acht Jahren in Deutschland leben und ein unbefristetes Aufenthaltsrecht haben. Außerdem müssen sie ausreichende Deutschkenntnisse haben und den Lebensunterhalt für sich und ihre Familie ohne Sozialhilfe bestreiten können.