Erst kürzlich hätten Feuerwehrleute beim Löschen eines Waldbrandes in einem Teil des 23 000 Hektar großen Areals in der Niederlausitz von Phosphorgeruch berichtet, heißt es in einem Offenen Brief des Vereins vom Freitag. Mitglieder sind mehrere Kommunen.
Im weiteren Verlauf des Einsatzes sei es dort zu zahlreichen Explosionen von Altmunition gekommen, sogar in der für die Öffentlichkeit zugänglichen Gelben Zone. Augenzeugen hätten von Detonationssäulen berichtet. Der von mehreren Kommunalpolitikern unterzeichnete Brief ist an Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD), den auch für die Feuerwehr zuständigen Innenminister Jörg Schönbohm (CDU) sowie an Umweltminister Dietmar Woidke (SPD) gerichtet. Das Land Brandenburg ist Eigentümer von großen Flächen in der Lieberoser Heide.
In dem Schreiben verweist der Vereinsvorsitzende Helmut Fries, Bürgermeister von Turnow-Preilack (Spree-Neiße), auf die Gefahr, die auch 16 Jahre nach dem Abzug der militärischen Truppen von diesem Gebiet für die Bevölkerung, Waldarbeiter sowie Feuerwehrmänner ausgeht. Deshalb fordern die Unterzeichner, Bundes- und Landesmittel zur Verhinderung schlimmerer Tragödien zu investieren. (dpa/mb)