Ab sofort wird der Freistaat Sachsen für Investitionen in den Schutz von Schafen, Ziegen und Gatterwild vor Wölfen eine Förderung der vollen Kosten gewähren. Die Europäische Kommission hat hierfür die erforderliche Genehmigung erteilt. Bislang war die Auszahlung auf 80 Prozent der Nettokosten begrenzt.

Auch sogenannte indirekte Kosten, die im Zusammenhang mit Übergriffen von Wölfen auf Nutztiere entstehen, wie Tierarztrechnungen oder der Aufwand für die Suche nach vermissten Tieren, können ab sofort zu einhundert Prozent ausgeglichen werden. Bislang war auch für diese Kosten nur ein Ausgleich von 80 Prozent möglich.

Der Freistaat Sachsen gehört neben Niedersachsen und Sachsen-Anhalt damit zu den ersten deutschen Bundesländern, in denen die erhöhte Förderung und der erweiterte Schadensausgleich angeboten werden kann. „Die Unterstützung von Herdenschutzmaßnahmen und der Ausgleich von entstandenen Schäden sind zentrale Elemente, um die vielfältigen Konflikte, die mit der Rückkehr des Wolfes in der Kulturlandschaft verbunden sind, zu minimieren“, sagte Staatsminister Thomas Schmidt (CDU).

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