Heute setzt sich das Kinderhilfswerk in 160 Ländern für das Überleben und die Entwicklung von Kindern ein.
"Kinder können nichts für die Untaten und Versäumnisse der Erwachsenen", sagt Heide Simonis, Chefin von Unicef Deutschland. 1965 erhielt die Organisation als erste überhaupt den Friedensnobelpreis. Unter den UN-Organisationen gehört das Hilfswerk zu den anerkanntesten.
Nach 1945 hatte das UN-Hilfswerk Millionen Kinder in Europa mit Milch und Lebertran versorgt. In den 50er- und 60er-Jahren standen Gesundheitsprogramme in Entwicklungsländern im Mittelpunkt. In den 70ern und 80ern schrieb sich Unicef den Kampf gegen die hohe Kindersterblichkeit auf die Fahnen. Spätestens mit der UN-Kinderrechtskonvention von 1989 wurde die Arbeit politischer - Unicef machte etwa auf das Schicksal von Kindersoldaten aufmerksam.
Auch zum 60. Jubiläum krempelt das Hilfswerk die Ärmel hoch. Neben dem Einsatz für mehr Bildung ist der Kampf gegen Aids vordringlich. Zudem bedroht die massive Benachteiligung von Frauen fast überall auf der Welt auch das Überleben und die Entwicklung von Millionen Kindern.