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| 02:45 Uhr

Der Traum vom Lausitz-Kupfer bleibt

kupfersucher in weißwasser.
kupfersucher in weißwasser. FOTO: preikschat (WWR)
Cottbus. Zwei Bergbauunternehmen hatten den Lausitzern Hoffnung auf viele neue Jobs durch den Abbau von Kupfer gemacht. Lagerstätten um Weißwasser und Spremberg wurden erkundet. Dann kam der Rückzug – aber der Schein trügt. Christian Taubert

Die KSL Kupferschiefer Lausitz GmbH, die das wertvolle Buntmetall im Gebiet Spremberg, Graustein, Schleife abbauen will, hat noch im September einen Termin beim Brandenburger Landesbergamt in Cottbus. Wie der Präsident der Behörde, Hans-Georg Thiem, gegenüber der RUNDSCHAU bestätigt, wolle die Tochtergesellschaft der internationalen Bergbauholding Minera S. A. ein Raumordnungsverfahren in Gang setzen.

Bisher besitzt KSL eine Konzession zum Abbau von Kupferschiefer im Spremberger Raum. Dieser behördlichen Genehmigung müssen laut Gesetz in einem bestimmten Zeitfenster jedoch weitere Planungsschritte folgen. Der Gesetzgeber will damit erreichen, dass andere Wettbewerber durch die Konzessionsvergabe nicht blockiert werden. Im konkreten Fall würde mit dem anvisierten Raumordnungsverfahren weiter Interesse an dem Projekt signalisiert.

Während KSL am Standort Spremberg weiter festhält, hat der polnische Bergbaukonzern KGHM seine Kupfererkundungen in und um Weißwasser Ende Mai eingestellt. Das Unternehmen begründete den Rückzug mit den "erzielten Ergebnissen". Auf die Frage, ob und wann in Spremberg Kupfer gefördert werden könnte, hat die KSL-Geschäftsführerin Elke Groterhorst stets geantwortet, dass sich dafür der Kupferpreis pro Tonne von derzeit rund 4200 Dollar nahezu verdoppeln müsste. "Dennoch erhöht KSL mit dem Planungsvorlauf die Attraktivität des Projektes für Investoren", schätzt Hans-Georg Thiem ein, der heute 100 Tage im Amt des Präsidenten des Bergamtes ist.