Noch bis zum 26. Oktober liegen in den Kreis-, Stadt- und Amtsverwaltungen der Spreewaldregion die Planungsunterlagen für die Erweiterung der Kernzonen des Biosphärenreservates Spreewald aus. Darauf hat Biosphäre-Chef Eugen Nowak am Mittwoch in Lübbenau hingewiesen.

Bisher unterliegen 975 Hektar Fläche des Unesco-Biosphärenreservates dem höchsten Schutzstatus. In diesen Bereichen sind wirtschaftliche Nutzung und Landschaftspflege ausgeschlossen. Um nach mehr als 20 Jahren den Unesco-Kriterien gerecht zu werden, müssen bis zum nächsten Bericht an die Weltorganisation 2014 weitere 450 Hektar hinzukommen, drei Prozent der Gesamtfläche.

In dem zurzeit laufenden Auslegungsverfahren haben Betroffene wie auch Verbände die Möglichkeit, ihre Einwände vorzubringen, die im weiteren Verfahren zu berücksichtigen sind. Wie Nowak erklärt, sei bereits eine Reihe von Gesprächen mit Flächenbesitzern geführt worden. In der Folge würden nun Kaufverträge vorbereitet.

Wie der Biosphäre-Chef weiter erläutert, handele es sich bei den infrage kommenden Arealen fast ausnahmslos um seit Jahrzehnten nicht mehr bewirtschaftete Flächen. Dass sie an die Kernzonen angedockt werden sollen, bedeute nicht, dass sie touristisch verloren seien. "Kernzone, höchster Schutzstatus und touristische Attraktivität schließen einander nicht aus", sagt Nowak. "Natur im Spreewald soll erlebbar bleiben."

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