Tausende Menschen demonstrierten nach dem Gebet auf der zweiten Montagsdemonstration durch die Leipziger Innenstadt.Nach den weltweiten Massendemonstrationen vom Wochenende haben auch gestern wieder hundertausende Menschen gegen den Irak-Krieg protestiert.
Bei einer Schülerdemonstration ist es gestern in Hamburg zu Auseinandersetzungen zwischen Polizei und Demonstranten gekommen. Nach Steinwürfen auf Polizisten seien Wasserwerfer eingesetzt worden, berichtete ein Polizeisprecher. Zuvor waren die Demonstranten abweichend von der eigentlichen Marschroute zum abgesperrten US-Generalkonsulat gezogen. Es habe mehrere Festnahmen gegeben, teilte die Polizei mit. An der Demonstration nahmen etwa 20 000 Menschen teil.
Mehr als 1000 Menschen haben gestern erneut auf dem Marktplatz in Halle gegen den Krieg im Irak protestiert. Sie forderten die sofortige Einstellung der Kampfhandlungen und den Rückzug der USA und ihrer Verbündeten. "Wir lassen uns nicht entmutigen in unseren Kampf für den Frieden", sagte Christof Starke, Sprecher des halleschen Aktionsbündnisses für Frieden. An der Marktkirche wurde ein großes Plakat angebracht, auf dem eine Friedenstaube mit einem grünen Olivenzweig im Schnabel zu sehen ist.
In Australien versuchten mehrere hundert Kriegsgegner, das Parlamentsgebäude in der Hauptstadt Canberra zu stürmen. In Indonesien, dem Staat mit einem sehr großen moslemischen Bevölkerungsanteil, stießen die Demonstranten zunehmend feindseligere Parolen gegen die USA und Präsident George W. Bush aus. In Indien zerstörten maoistische Extremisten symbolisch Coca-Cola-Flaschen; mehrere Lager und Geschäfte mit US-Softgetränken wurden angegriffen.
Bei gewalttätigen Protesten gegen den Irak-Krieg im indischen Teil Kaschmirs sind zehn Menschen verletzt worden. Die Polizei in Srinagar ging gestern mit Tränengas gegen Demonstranten vor, die Steine auf Autos und Sicherheitskräfte warfen. Das berichtete die indische Nachrichtenagentur UNI. Pakistan forderte die USA erneut auf, den Konflikt mit Hilfe der Vereinten Nationen zu lösen. "Pakistan glaubt, das Regime sollte durch das Volk des Irak ausgewechselt werden", sagte ein Sprecher. (dpa/AFP/kr)