Jahrhunderts durch Pelztierzüchter. Am nordhessischen Edersee wurde der Waschbär sogar aktiv ausgewildert.

Die Tatsache, dass der Waschbär bis 1954 unter Schutz stand, half der Art, sich in Deutschland auszubreiten. Waschbären haben nur geringe Ansprüche bei der Nahrungssuche und passen sich schnell an geänderte Umstände an, erläutert der Neozoen-Experte Norman Stier.

Dies erklärt den Erfolg der Waschbären bei der Besiedlung neuer Lebensräume. Besonders in der Lausitz breiten sich Waschbären rasch aus. Die Pelztiere bevölkern sogar Städte wie Lübben, wo ein Waschbär im Sommer 2012 beispielsweise einen Kühlschrank in einem Gartenhäuschen leer räumte. Die Schäden halten sich zwar in Grenzen, doch einige Experten wie Norman Stier weisen ebenfalls auf die von diesen Tieren ausgehende Gefahr hin: So leben sie beispielswiese von Vogeleiern und können somit das bestehende Ökosystem verändern. Zudem können sie als "Streuner" leichter Krankheiten übertragen.