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| 03:05 Uhr

Der gute Mensch aus Wien

Für die verfolgten Juden in Wilna war er ein "Heiliger", ein Mann voller Herzensgüte und Humanität. Feldwebel Anton Schmid (1900-1942), ein gelernter Elektrotechniker, rettete während der deutschen Besatzung Hunderte Juden aus dem Hexenkessel von Wilna. dpa/ik

Zudem unterstützte er den jüdischen Widerstand. Sein Einsatz kostete Schmid das Leben: Am 13. April 1942 wurde er hingerichtet. Was war die Antriebskraft dieses Mannes für seine mutigen Taten? Und warum ist der "Oskar Schindler von Litauen" heute kaum mehr jemandem bekannt? In seiner Biografie "Feldwebel Anton Schmid. Ein Held der Humanität" setzt der renommierte Freiburger Militärhistoriker Wolfram Wette dem "guten Menschen aus Wien" ein Denkmal.

Angesichts der schwierigen Quellenlage - Schmid hinterließ fast nichts Schriftliches - ist das Ergebnis beeindruckend. Wette greift vor allem auf Berichte jüdischer Überlebender zurück. Bedauerlich aber bleibt die äußerst dünne Faktenlage über Schmids Leben aus der Zeit vor Wilna.

Wolfram Wette: Feldwebel Anton Schmid. Ein Held der Humanität. S. Fischer Verlag, 320 Seiten, 24,99 Euro.