Die Vergleichsstudie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft bewertet anhand von zwölf Handlungsfeldern und 93 Indikatoren die Bildungssysteme der Länder.

Kultusministerin Brunhild Kurth (CDU) zeigte sich zufrieden über den Spitzenplatz. Zugleich warnte sie angesichts der Debatte über ein neues Schulgesetz vor politischem Reformeifer: "Der Erfolg des sächsischen Schulsystems ist nicht selbstverständlich." Die Pädagogen würden durch eine zunehmende Heterogenität der Schüler, eine steigende Zahl von Kindern mit ausländischen Wurzeln und die Aufnahme von Schülern mit Behinderung immer stärker gefordert. "Hinzu kommt ein tiefgreifender Generationswechsel in den Lehrerzimmern. Wer bei diesen enormen Herausforderungen den Schulen eine neue Struktur überstülpen will, handelt nicht nur bildungsfachlich unklug, sondern gefährdet die Leistungsfähigkeit des sächsischen Bildungssystems", sagte Kurth. Die Schulen brauchten in dieser Situation Hilfe und kein strukturelles Chaos.

Schlusslicht im Bildungsmonitor ist Berlin. Brandenburg belegt den vorletzten Platz.