Das Leben der 3000 Einwohner der Falkland-Inseln im Südatlantik ist so britisch wie das ihrer Landsleute im Mutterland. "Das Klima ist rau und die Landschaft eintönig", sagt Jan Cheek. "Aber wir finden es schön", fügt die 63-Jährige hinzu, die dem achtköpfigen Parlament angehört. Die Falkland-Regierung lege besonderen Wert auf Bildung. "Viele unserer jungen Leute studieren im Ausland, oft in Großbritannien. Und die meisten haben das Gefühl, sie wollen ihrer Heimat wieder etwas zurückgeben", sagt Cheek. Wirtschaftlich leben die Falkländer vorrangig vom Agrarsektor. Schafzucht, vor allem aber Fischfang ernähren die Menschen. Die Hoffnungen liegen auf der Ölindustrie, die sich die Ausbeutung von bis zu 60 Milliarden Barrel (je 159 Liter) Erdöl erhofft.

Logistisch sind die Falkländer abgeschnitten. 200 Meilen von der argentinischen Küste entfernt, sind sie auf die wenigen Flugverbindungen angewiesen, wollen sie die Inselgruppe verlassen.

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Die blutigen Kämpfe dauerten 74 Tage. Großbritannien schickte 28 000, Argentinien rund 20 000 Soldaten. Für Großbritannien fallen 255 Soldaten, es gibt 777 Verwundete. Auf argentinischer Seite sterben 649 Soldaten, mehr als 1000 werden verletzt. Darüber hinaus kostet der Krieg drei Falkländerinnen das Leben. Großbritannien kostet der Krieg 2,4 bis vier Milliarden Pfund, Argentinien rund fünf Milliarden Dollar.