Dies gelte für Opel genauso wie für jede andere hilfesuchende Firma. Bei einem Opel-Antrag auf Bürgschaften nehmen unabhängige Wirtschaftsprüfer das vorgelegte Rettungskonzept unter die Lupe. Dieser Mandatar im Auftrag der Bundesregierung ist derzeit PricewaterhouseCoopers (PwC). Er soll ausloten, ob das Konzept von Opel zukunftsfähig ist. In die Prüfung fließen unter anderem auch die Folgen möglicher Staatshilfen ein. Dazu gehört die Frage nach einer eventuellen Wettbewerbsverzerrung.Kommen die Wirtschaftsprüfer zu einer positiven Bewertung, befasst sich anschließend der Bürgschaftsausschuss von Bund und Ländern mit dem Konzept. Bei größeren Fällen soll künftig voraussichtlich noch ein Lenkungsausschuss von Spitzenvertretern der Ministerien entscheiden. Bei einer hohen Summe aus dem 100-Milliarden-Euro-Rettungsschirm will der Haushaltsausschuss des Bundestages mitreden. Für mögliche Kredite an Opel wiederum wäre die Staatsbank KfW mit im Boot. Die Entscheidung des Bürgschaftsausschusses geht nach Brüssel: Eine Rettungsbeihilfe müsste von der EU-Kommission genehmigt werden.Der Zeitplan für mögliche staatliche Hilfen hängt stark auch vom Vorgehen des Opel-Mutterkonzerns General Motors und der US-Regierung ab. Ohne GM in Detroit, die ums Überleben kämpft und am Tropf des Staates hängt, läuft nichts. dpa/kr