Bis in die 1960er-Jahre erfolgten Aussetzungen von 9000 Tieren an verschiedenen Orten der ehemaligen Sowjetunion. Die anschließende natürliche Ausbreitung dieser Tierart von Finnland, Schweden, Rumänien, Polen, Ungarn über Deutschland bis hin zu den Niederlanden und Frankreich bezeichnen einige Neozoen-Experten als "Erfolgsgeschichte". Heute ist der Marderhund vor allem in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern beheimatet. Denn er liebt feuchte Laub- und Mischwälder in Gewässernähe.

Experten wie Norman Stier gehen davon aus, dass der Marderhund vermutlich eine ökologische Nische besetzt, ohne in Konkurrenz zu Fuchs oder Dachs zu treten. Seine Auswirkungen auf die restliche Tierwelt in der Lausitz und in Europa sind bisher unbekannt.