Auf Grund von Änderungen infolge des erwarteten Bevölkerungsrückgangs werde der Plan noch einmal für Stellungnahmen ausgelegt, sagte Brandenburgs Raumordnungsminister Wolfgang Birthler (SPD) in Potsdam. Das Papier soll unter anderem die Zentren im Land stärken. Dabei gehe es auch um einen Interessenausgleich zwischen den "Kernstädten" und ihren Umlandgemeinden.
Mit Hilfe des neuen Planes soll ein "funktionales Verkehrsnetz" in der Region sowie ein vorbeugender Hochwasserschutz gewährleistet werden. Birthler zufolge wurden zusätzlich potenzielle Industriestandorte in den Plan aufgenommen, zu dessen ursprünglicher Fassung mehr als 10 000 Anregungen eingegangen seien.
Der Plan für den Gesamtraum ergänzt den bisherigen Landesentwicklungsplan für den engeren Verflechtungsraum rund um Berlin.
Sowohl Birthler als auch Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) bekannten sich zum Konzept der "dezentralen Konzentration". Es habe frühzeitig verhindert, dass Standorte "nach dem Gießkannenprinzip" gefördert wurden, sagte Platzeck. Nach wie vor erlaube es eine sinnvoll gesteuerte Entwicklung. Als Leitbild soll die umstrittene dezentrale Konzentration dazu dienen, gleichwertige Lebensverhältnisse im Land zu schaffen. (dpa/ta)