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Dekra soll Lausitzring kaufen

Zum Motorsportfestival werden zehntausende Besucher erwartet. Sie können sich auf vier Meisterschaften freuen.
Zum Motorsportfestival werden zehntausende Besucher erwartet. Sie können sich auf vier Meisterschaften freuen. FOTO: ADAC Motorsport
Update | Klettwitz. Der Lausitzring in Klettwitz (Oberspreewald-Lausitz) steht vor dem Verkauf an die Prüfgesellschaft Dekra. Lausitzring-Sprecher Tino Hanf wollte am Freitag mit Verweis auf eine Pressekonferenz am Montag keinen Kommentar zu einem Bericht des rbb abgeben. Jan Augustin und Susann Michalk / mit dpa

Auch die Dekra wollte die Nachricht gegenüber der RUNDSCHAU weder bestätigen noch dementieren. Jedoch verwies Dekra-Sprecher Wolfgang Sigloch auf die Bilanz-Pressekonferenz im März dieses Jahres. Dort hatte die Gesellschaft angekündigt, am Standort Klettwitz in den Bereichen automatisiertes und vernetztes Fahren investieren zu wollen. "Deshalb werden wir unser Technologie-Center in Klettwitz weiter ausbauen", erklärte Wolfgang Sigloch auf Nachfrage. Dazu habe es Gespräche mit dem benachbarten Lausitzring gegeben. Die Ergebnisse wollen Lausitzring-Chef Josef Meier und Dekra-Automotive-Vorstand Clemens Klinke am Montag vorstellen.

Die Rennstreckenbetreiber hatten außerdem angekündigt, dass die Motorsportanlage nach 17 Jahren Betrieb renoviert werden muss. Dabei geht es unter anderem um eine Modernisierung des Streckenlayouts sowie neueste Sicherheitstechnik. Das Land Brandenburg hatte nach mehrjährigen Gesprächen signalisiert, sich an den Umbaukosten zu beteiligen. Um die Strecke zukunftsfähig zu machen, würden insgesamt etwa zehn Millionen Euro benötigt, hieß es damals.

Der Grundstein für den Lausitzring war im Mai 1999 gelegt worden. Die Investitionskosten beliefen sich auf 150 Millionen Euro - davon rund 123 Millionen Euro Fördermittel.