Eine solche Lösung sollte alle Interessen einschließen und vor allem auch die Belange der Unternehmen berücksichtigen. "Als Verband unterstützen wir das Rauchverbot in öffentlichen Gebäuden, weil da die Leute hin müssen", sagte Lehmann. Bei Restaurants oder Hotels hätten sie aber die Wahl.
Vermutlich im Herbst soll ein interfraktioneller Antrag zum umfassenden Nichtraucherschutz in den Bundestag eingebracht werden. Er sehe ein gesetzliches Rauchverbot für die Gastronomie und Hotellerie als Eingriff in die unternehmerische Entscheidungsfreiheit, sagte Lehmann.
Wer sich entscheide, in seinem Lokal künftig keinen "blauen Dunst" mehr zuzulassen, gehe damit auch ein gewisses Risiko ein. "Wir sind eine Genussbranche. Für viele Gäste gehört das rauchfreie Essen dazu, für andere ist die Zigarette zum Kaffee ein Genuss", sagte Lehmann.
Um den berechtigten Interessen der Nichtraucher Rechnung zu tragen, habe sich auch in Sachsen schon viel getan. Die Dehoga vertritt im Freistaat rund 5200 Betriebe. "Davon sind inzwischen mittlerweile 800 komplett rauchfrei", sagte Lehmann. Mehr und mehr gebe es abgegrenzte Bereiche. Größere Restaurants oder Hotels verfügten zumeist über sehr gute Lüftungssysteme.
Zudem gebe es bereits eine Zielvereinbarung zwischen dem Deutschen Hotel- und Gaststättenverband und dem Bundesgesundheitsministerium. Sie beinhalte, dass bis zum Jahr 2008 in 90 Prozent aller größeren Speiselokale mindestens 50 Prozent der Plätze rauchfrei sein sollen. (dpa/mb)