Dedecius, 1921 in Lodz geboren, bedankte sich für den Schutz der Nutzungs- und Herausgeberrechte seiner Bücher. "Weiß der Teufel, wer damit fertig wird, ich nicht", scherzte Dedecius im Logensaal der Viadrina. Bereits seit 2001 hat das Archiv einen Teil des Werks gepflegt. Die nun gegründete Stiftung wird in Zukunft gemeinsam mit der Robert-Bosch-Stiftung und dem Deutschen Polen-Institut in Darmstadt den Karl-Dedecius-Preis für deutsch-polnische Übersetzer verleihen. Mehr als sechs Jahrzehnte lang übertrug Dedecius selbst Klassiker der polnischen und russischen Literatur ins Deutsche. Er veröffentlichte zahlreiche Werke zur slawischen Literatur und Übersetzungstheorien. 1990 ist er für seine Arbeit mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels geehrt worden.