Denn in der im Internet veröffentlichten Liste über Projekte, die mit den Mitteln der Stiftung finanziert worden sind, finden sich auch 25 000 Euro für die Attika-Figuren am neuen Potsdamer Landtag.

"Der Landtag hat zu keiner Zeit Geld von Max Klaar und der Stiftung preußisches Kulturerbe entgegengenommen und das auch nicht geplant", sagt Landtagssprecher Rainer Liesegang. Vielmehr werde der Figurenschmuck mithilfe eines Vereins restauriert und montiert, der zu diesem Zweck Spenden sammele. Über die Herkunft des Geldes habe der Landtag keine Kenntnisse. Den Abgeordneten freilich reicht das nicht. Der Linken-Fraktionsvorsitzende Ralf Christoffers begrüßte, dass sich die Kirchen von Max Klaar und dessen Stiftung distanziert hätten.

Auch der Landtag müsse sich über den Umgang damit verständigen. "Öffentliche Institutionen müssen besonders sorgfältig darauf achten, dass sie sensibel mit Spenden umgehen." Während SPD-Fraktionschef Klaus Ness die Spenden von Klaar als "kontaminiert" bezeichnete, sagte der Grünen-Fraktionschef Axel Vogel, man müsse sich generell die Frage stellen, von wem man Spenden annehme. "Es geht zum Beispiel auch darum, ob wir wollen, dass Vattenfall die Brandenburg-Tage der Landesregierung finanziert."