Auf Dauer allerdings sind 800 000 für ein solches Land wie Deutschland zu viel", sagte der CDU-Politiker am Donnerstag im ZDF. Dies gelte insbesondere angesichts dessen, was andere europäische Länder leisteten. "Wir nehmen jetzt 40 Prozent aller Flüchtlinge in der EU auf", sagte der Minister. "Das ist auf die Dauer zu viel." Zwar sei er für offene Grenzen und "ein überzeugter Europäer", fuhr de Maizière fort. "Aber wenn auch andere europä-ische Staaten sich nicht an Recht und Gesetz halten, (...) dann brauchen wir ein anderes System, das funktioniert."

In Brandenburg wird nach neuen Prognosen im laufenden Jahr mit 24 650 Flüchtlingen gerechnet, wie das Innenministerium in Potsdam mitteilte. Zuvor war von mindestens 14 000 Menschen ausgegangen worden, mehr als doppelt so viele wie im Vorjahr.

Der Freistaat Sachsen muss bis zu etwa 40 700 Flüchtlinge aufnehmen. Das Land hatte bisher mit gut 22 000 gerechnet.

Berlin muss sich auf mehr als 40 000 Flüchtlinge einstellen. Zuletzt wurde mit bis zu 35 000 gerechnet.