| 02:35 Uhr

DDR-Kunsttempel fasziniert Lausitz

Cottbus/Frankfurt (Oder). Die größte DDR-Kunstsammlung der Welt soll schon in einem Jahr in Cottbus und Frankfurt (Oder) zu sehen sein. Es gibt auch schon einen Namensvorschlag: Landesmuseum Moderne Kunst. Ida Kretzschmar

Die für DDR-Kunst bekannten Museen Dieselkraftwerk in Cottbus und das Museum Junge Kunst in Frankfurt (Oder) sollen zu einem Landesmuseum für Moderne Kunst verschmelzen, das in beiden Städten vertreten ist. Martin Roeder, Vorsitzender des Vorstandes der brandenburgischen Kulturstiftung Cottbus und einer der Väter des Konzepts, bestätigte gegenüber der RUNDSCHAU eine Mitteilung der Frankfurter Stadtverwaltung: "Durch diese Kooperation und spätere Fusion können wir in Cottbus die größte DDR-Sammlung der Welt präsentieren", sagte er. Etwa 290 000 Euro würden zusätzlich vom Land Brandenburg jährlich gebraucht, um die Konzeption Wirklichkeit werden zu lassen. Als Leiterin für das hochkarätige Landesmuseum ist die dkw-Chefin Ulrike Kremeier im Gespräch, hieß es aus dem brandenburgischen Kulturministerium. Die Sammlung des Cottbuser Kunstmuseums besteht aus etwa 30 000 Werken der Malerei, Fotografie, Plakatkunst und Zeichnung. Das Museum Junge Kunst in der Oderstadt umfasst mehr als 11 000 Werke. Hinzu könnte auch noch der Bestand aus der Burg Beeskow kommen, wo vor allen Dingen DDR-Kunst von Massenorganisationen gesammelt wird. Der brandenburgische Staatssekretär Martin Gorholt begrüßte das Projekt. Gleichzeitig bestätigte er Überlegungen, die Uckermärkischen Bühnen Schwedt, das Brandenburgische Staatsorchester Frankfurt (Oder), das Staatstheater Cottbus und die Neue Bühne Senftenberg im Zuge der Kreisgebietsreform in eine Stiftung einzubinden.

Kultur Seite 8